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Finanz- und Versicherungsnews

 

Start in die Zukunft:


Diese Versicherungen brauchen Azubis und Studierende

Jedes Jahr im Herbst beginnt für tausende junge Menschen ein neuer Lebensabschnitt: die Ausbildung oder das Studium. Manche ziehen erstmals von zu Hause aus, viele verdienen zum ersten Mal eigenes Geld. Was dabei leicht in Vergessenheit gerät: Wer das elterliche Dach verlässt oder ins Berufsleben einsteigt, verliert häufig automatisch bestehenden Versicherungsschutz – und braucht eine eigene Absicherung. Welche Versicherungen wirklich wichtig sind, erklären wir hier im Überblick.


 

1. Kranken­ver­si­che­rung: Pflicht vom ersten Tag an

Für Auszubildende gilt: Sobald die Ausbildungsvergütung fließt, endet die kostenlose Familienversicherung über die Eltern automatisch. Azubis werden dann als sozialversicherungspflichtige Arbeitnehmer behandelt und müssen sich selbst krankenver­sichern.

 

Für Studierende sieht es etwas anders aus: Wer über gesetzlich versicherte Eltern familienversichert ist, kann diesen Schutz unter bestimmten Bedingungen bis zum 25. Lebensjahr behalten – solange das monatliche Einkommen 603 Euro (Minijob-Grenze, Stand 2026) nicht übersteigt. Danach oder bei höherem Einkommen greift die studentische Kranken­ver­si­che­rung, die aktuell rund 112 Euro monatlich zuzüglich Pflege­ver­si­che­rung kostet.

 

Tipp: Die Krankenkasse darf frei gewählt werden – ein Vergleich der Zusatzleistungen und Bonusprogramme lohnt sich.

 

2. Private Haft­pflichtversicherung: Unverzichtbar und günstig

Ein kurzer Moment der Unaufmerksamkeit – und schon ist das teure Smartphone eines Kommilitonen kaputt oder Dritte kommen zu Schaden. Ohne Haft­pflichtversicherung haften junge Erwachsene mit ihrem gesamten Vermögen, auch mit zukünftigem Einkommen. Azubis und Studierende benötigen grundsätzlich eine private Haft­pflichtversicherung.

 

Gute Nachricht: Viele junge Menschen sind bis zu einem bestimmten Alter noch über die elterliche Police mitversichert. Beim Einzug in die erste eigene Wohnung oder spätestens mit dem ersten Job sollte das jedoch unbedingt überprüft werden – denn dann erlischt dieser Schutz häufig.



3. Berufs­unfähig­keitsversicherung: Früh abschließen zahlt sich aus

Die Berufs­unfähig­keitsversicherung (BU) ist eine der wichtigsten Vorsorgeversicherungen überhaupt – und gerade für junge Menschen besonders attraktiv. Wer jung und gesund in einen Vertrag einsteigt, zahlt deutlich niedrigere Beiträge als jemand, der erst mit 40 Jahren daran denkt.

 

Falls Azubis oder Studierende ihre Ausbildung aus gesundheitlichen Gründen unterbrechen oder abbrechen müssen, sichert eine BU mit einer monatlichen Rente die Existenz ab – und gibt den finanziellen Freiraum, sich zu erholen oder eine neue berufliche Richtung einzuschlagen.

 

4. Haus­rat­ver­si­che­rung: Wenn die erste eigene Wohnung wartet

Wer erstmals alleine wohnt, hat oft mehr Wertgegenstände als gedacht: Laptop, Fahrrad, Kleidung, Möbel. Eine Haus­rat­ver­si­che­rung schützt das eigene Hab und Gut bei Einbruch, Feuer oder Wasserschäden. Ob eine eigene Police sinnvoll ist oder ob das Einschließen in den Vertrag der Eltern möglich ist, sollte frühzeitig geklärt werden.


 

Fazit 

Der Start ins Berufsleben oder Studium bringt viele Veränderungen mit sich – auch beim Thema Versicherungen. Eine frühzeitige Überprüfung des bestehenden Schutzes und das gezielte Schließen von Lücken kann später vor großen finanziellen Risiken bewahren.

 

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